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Politik, Gesellschaft & Geschichte / Geschichte / Geschichte
Lesung “Couple of Men” im Cine K
28.08.2022 um 17:00 Uhr
Deutungskämpfe
von Heinrich August Winkler
Der Streit um die deutsche Geschichte
Verlag: Beck C. H.
Hardcover / Gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3-406-77405-8
Erschienen: am 26.08.2021
Sprache: Deutsch
Format: 21,9 cm x 14,5 cm x 2,4 cm
Gewicht: 492 Gramm
Umfang: 278 Seiten

Preis: 26,00 €
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Tipp von
Jonas Wenner
weitere Tipps
Heinrich August Winkler ist jedem, der sich für neuere deutsche Geschichte interessiert ein Begriff. Obwohl ich eher keine Aufsatzsammlungen lese, hat mich dieser große Name zugreifen lassen. Er hat nicht enttäuscht.
Winkler führt - nicht streng chronologisch - durch die historischen Streite der Bundesrepublik, die sich zum großen Teil um die Frage drehen, wie es in Deutschland zur Machtergreifung durch Hitler kommen konnte. Welche Personen, Parteien und gesellschaftlichen Strukturen daran Verantwortung tragen. Immer wieder schimmert die Diskussion um den sog. Sonderweg durch, zu der Winkler gerade zum Ende des Buches mit aktuellen Texten nochmal Stellung bezieht. Denn oft stand er in diesen Diskussionen nicht nicht an der Seitenlinie, sondern war maßgeblicher Teilnehmer.
Die einzelnen Texte sind von unterschiedlicher Länge, aber allesamt so populär und zugleich geistreich und geschliffen geschrieben, dass man das Buch gut in mehreren Etappen lesen kann. Dabei eröffnet sich auf manche Themen, die man zumindest in der Schule gestreift hat, ein veränderter, manchmal ganz neuer Blick. Insoweit muss man dieses Buch eigentlich jedem dringenst empfehlen, der sich irgendwie genauer mit der Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert beschäftigen möchte oder muss.
Natürlich ist dieses Buch als Sammlung von Debattenbeiträgen, Buchrezensionen und Zeitungsaufsätzen nicht neutral und Winkler äußert sich teilweise sehr kritisch zu Historikerkollegen wie zB Christopher Clark, zu politischen Akteuren wie Strauß und Stoiber oder der PDS und den 1968er Studenten. Dennoch oder gerade deswegen ist es ein sehr lesenswertes Buch, denn trotz aller Polemik steht stets die Argumentation im Vordergrund.
über den/die Autorin
Inhaltsverzeichnis
Heinrich August Winkler lehrte von 1991 bis 2007 Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2014 erhielt er den Europapreis für politische Kultur der Hans Ringier-Stiftung, 2016 den Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung. 2018 verlieh ihm der Bundespräsident das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
Vorwort
I. DEUTSCHLAND VOR 1918
1. Wandlungen des deutschen Nationalismus
2. Der deutsche Sonderweg: Eine Nachlese
3. Eine Revolution von oben
4. Und erlöse uns von der Kriegsschuld
II. ZWISCHEN DEN WELTKRIEGEN
1. Die Mär von der guten Revolution
2. «Zwischen allen Stühlen»
3. Unfolgsame Proletarier
4. Diktator mit Scheuklappen
5. Die Ehre der deutschen Republik
6. Warum die Bauern Hitler wählten
7. Aufstand des schlechten Gewissens
8. Vom Drachentöter zur Droge
9. Aus der Angst entstanden
10. Ein europäischer Bürger namens Hitler
11. Mehr Agitation als Analyse
III. DAS GETEILTE DEUTSCHLAND
1. Von den Faschisten lernen?
2. Wollte Adenauer die Wiedervereinigung?
3. War Kurt Schumacher ein Nationalist?
4. Historiker in ihrer Gegenwart
5. Requiem für eine Reform
6. Die Lebenslüge des Rätesystems
7. Der Realitätsgehalt entscheidet
8. Wider die Verharmlosung Hitlers von links
9. Die Mär vom Sozi Hitler
IV. NACH DEM MAUERFALL
1. Mehr als ein Zusammenbruch
2. Ein Streit um Weimar
3. «Der Kronprinz war ein reaktionärer Opportunist»
4. Gewalt von rechts, Gewalt von links
5. Griff nach der Deutungsmacht
6. Ein Denker des Jahrhunderts der Extreme
7. Hellas statt Holocaust?
8. «In Polen entscheidet sich das Schicksal Europas»
9. Gab es ihn doch, den deutschen Sonderweg?
ANHANG
Ernest Mandels Offener Brief an Heinrich August Winkler
Dank
Abkürzungsverzeichnis
Anmerkungen
Personenregister
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